Spielen macht Schule

Spielend zum Lernerfolg

 Frankfurt/Main, Januar 2014. Spielend leicht lernen – das will die  Initiative „Spielen macht Schule“ des Frankfurter Vereins Mehr Zeit für Kinder erreichen.Gemeinsam mit dem ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen wurde „Spielen macht Schule“ 2007 ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist, Kindern in Zeiten von erhöhtem Bildschirmkonsum das klassische Spielen wieder näher zu bringen. Im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs können sich jedes Jahr 200 Grundschulen um eine kostenlose Spielzeug-Ausstattung für ein Spielezimmer bewerben. „Spielen macht Schule“ wird von den 16 Kultusministerien unterstützt.Logo SMS

Im Spiel lernen

„Jetzt beginnt der Ernst des Lebens“, heißt es oft, wenn Kinder in die Schule kommen. Oder: „Jetzt wird gelernt statt gespielt!“ Dabei steht Spielen gar nicht im Widerspruch zum Lernen. Ganz im Gegenteil: Kinder lernen im Spiel. „Im Grundschulalter finden entscheidende Phasen der Hirnreifung statt, die durch das Spiel unterstützt werden können“, erklärt Prof. Manfred Spitzer, Leiter des ZNL, das vor fünf Jahren gemeinsam mit dem in Frankfurt am Main ansässigen Verein Mehr Zeit für Kinder die Initiative „Spielen macht Schule“ gegründet hatte. Der Ulmer Hirnforscher weiß: „Spielen macht schlau. Denn Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel.“ Ein gutes Spielzeug sollte demnach in der Lage sein, förderlich auf die kindliche Entwicklung einzuwirken. Daher sieht Spitzer gute Spiele als wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots.

Aktive Erfahrungen

Vor allem dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirmmedien - wie Internet, PC-Spiele und Konsolen - auf Kinder möchte „Spielen macht Schule“ entgegenwirken. Hintergrund sind Erkenntnisse der modernen Hirnforschung. Sie zeigen, dass aktive Erfahrungen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung, wie sie beispielsweise beim Fernsehen stattfindet. Aus diesem Grund hat es sich die Initiative „Spielen macht Schule“ zum Ziel gemacht, das klassische Spielen an Deutschlands Grundschulen zu unterstützen.

Fantasie und Kreativität

Kinder verarbeiten Erfahrungen im Spiel und schlüpfen in andere Rollen. Sie lernen, sich nach Spielregeln bzw. nach sozialen Regeln zu verhalten. Das Spielen trägt damit wesentlich zur Persönlichkeitsentfaltung bei. Beim Spielen entwickeln Kinder Fantasie und Kreativität, setzen sich mit ihrer Umwelt auseinander und machen wichtige Erfahrungen. Sie probieren aus, entdecken und lernen dabei, was funktioniert und was nicht. Dieses spielerische Lernen hinterlässt Spuren im Gehirn, die dem schulischen Lernen im wahrsten Sinne den Weg bahnen.

In der Pilotphase von „Spielen macht Schule“ gewannen zehn hessische Grundschulen. Inzwischen gibt es bereits  1192 Gewinnerschulen aus allen deutschen Bundesländern.

Aktuelle Informationen, die Wettbewerbsunterlagen, Beispielkonzepte und den Ausstattungskatalog gibt es unter: www.spielen-macht-schule.de.

Zusätzliche Aktion in 2013: Im Rahmen von „Spielen macht Schule“ bieten der Verein Mehr Zeit für Kinder und das ZNL Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen die „Werkstatt Experimentieren“ und die "Werkstatt Modelleisenbahn" an. Die Werkstätten bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv mit einer Aufgabe zu beschäftigen. „Fähigkeiten wie der Umgang mit Herausforderungen, der Suche nach Lösungen und die Überprüfung des Ergebnisses sind nicht nur für die Werkstatt wichtig, sondern bilden entscheidende Grundlagen für die gesamte Schul- bzw. Berufszeit“, erklärt Simone Linden, Geschäftsführerin des Mehr Zeit für Kinder e.V.

Alle Informationen, Wettbewerbsunterlagen und Ausstattungskataloge zu der Werkstatt gibt es unter www.spielen-macht-schule.de.

Pressekontakt: Mehr Zeit für Kinder e.V., Annette Zander, Fellnerstraße 12, 60322 Frankfurt am Main,Tel. 069/156896-12,  Fax -10, Mail annette.zander@mzfk.de

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